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	<title>meditec International - Das Fachmagazin für die Medizintechnik &#187; Werkstoffe</title>
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	<description>Technik und Branchenmagazin für die Entscheider und Führungskräfte der Medizintechnik-Industrie</description>
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		<title>T&#252;ren auf f&#252;r neue Kunststoffanwendungen</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 11:17:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunststoffe]]></category>

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		<description><![CDATA[<img  src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2010/04/Fresenius-150x150.jpg" alt="Illustration" style="float: left;" />Rund die H&#228;lfte aller weltweit hergestellten medizintechnischen Produkte bestehen aus einem breit gef&#228;cherten Spektrum von Kunststoffen. Bei der Herstellung z&#228;hlt ein pr&#228;ziser und wiederholgenauer Verarbeitungsprozess zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren. Kunststoff &#246;ffnet aber auch dem Produktdesign neue Perspektiven.
Die Materialpalette ist breiter denn je. Kunstoffverarbeiter setzen so unterschiedliche Materialien wie das amorphe Polyvinylchlorid (PVC) oder Polysterol ein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rund die H&auml;lfte aller weltweit hergestellten medizintechnischen Produkte bestehen aus einem breit gef&auml;cherten Spektrum von Kunststoffen. Bei der Herstellung z&auml;hlt ein pr&auml;ziser und wiederholgenauer Verarbeitungsprozess zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren. Kunststoff &ouml;ffnet aber auch dem Produktdesign neue Perspektiven.<span id="more-3068"></span><br />
<div id="attachment_3074" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2010/04/Fresenius1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3074  " title="Fresenius" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2010/04/Fresenius1-291x300.jpg" alt="" width="180" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Kunststoffe &uuml;berall: Nach wie vor steigt der Einsatz von Kunststoffen in der Medizintechnik</p></div><br />
Die Materialpalette ist breiter denn je. Kunstoffverarbeiter setzen so unterschiedliche Materialien wie das amorphe Polyvinylchlorid (PVC) oder Polysterol ein, verwenden in speziellen Maschinen das hoch hitzebest&auml;ndige Polyetherimid (PEI) oder das schlagz&auml;he Polyethersulfon (PES) und wenden sich auch anspruchsvollen Produkten auf Basis von Polycarbonat zu. Selbst im Bereich biokompatibler Implantate verdr&auml;ngt der Spritzguss etablierte Materialien wie Titan oder andere Metalllegierungen.</p>
<p>In der Medtech-Branche hat sich Kunststoff l&auml;ngst etabliert. W&auml;hrend es in den Anfangsjahren beim klinischen Einsatz von Polymeren in erster Linie um sterile Einmalprodukte aus Kunststoff ging, eroberten synthetische Polymere und thermoplastische Verbundwerkstoffe in der Folgezeit immer neue Anwendungsbereiche, von k&uuml;nstlichen Blutgef&auml;&szlig;en, Herzklappen oder H&uuml;ftgelenken &uuml;ber Katheter und Schlauchsysteme bis zum abbaubaren Nahtmaterial.</p>
<p><strong>Spannende Kundenanforderungen</strong></p>
<p>Die Werkstoffvielfalt &ouml;ffnet zukunftsweisenden L&ouml;sungen die T&uuml;ren. Der Spritzgussspezialist Medi-Globe Cardioplast beispielsweise bewegt sich nicht nur auf dem Boden standardisierter Allerweltsprodukte. Viel spannender sind aus Sicht des auf Medizintechnik fokussierten Zulieferers kundenspezifische Neuentwicklungen. „Wir investieren vor allem in Reinr&auml;ume und neue technische Verfahren&#8221;, sagt Oliver-Marc Rados, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Medi-Globe im bayerischen Achenm&uuml;hle. Das Gros der Fertigung f&uuml;r die Medizintechnik findet unter sterilen Reinraumbedingungen statt. Neben einer transparenten und l&uuml;ckenlos dokumentierten Produktion, wendet sich das expandierende Unternehmen auch anderen Verarbeitungsmethoden zu. Dazu geh&ouml;rt ein Silikonspritzguss, der Einlegeteile aus Kunststoff und Metall herstellt. Ein umfassendes Qualit&auml;tsmanagement verleiht der Fertigung den Status eines ISO-Norm-13485-konformen Betriebs und erf&uuml;llt seit vielen Jahren die Anforderungen der US-amerikanischen Food And Drug Administration (FDA) f&uuml;r Good Manufacturing Practice (GMP).</p>
<p>Im Fokus der Hersteller stehen Wirtschaftlichkeit, Flexibilit&auml;t und Zukunftsf&auml;higkeit der eingesetzten Spritzgusstechnik. Partikelarme oder keimfreie Kunststoffprodukte, die den Aufwand bei der nachtr&auml;glichen Sterilisation reduzieren, geh&ouml;ren nach wie vor zu den Rennern bei den medizinischen Hilfsmitteln. Doch in den letzten Jahren kristallisierte sich ein weiterer Trend heraus. Was ein Produkt besonders im Ger&auml;tebau in den Augen der Anwender attraktiv macht, sind nicht nur die technische Reife und die einwandfreie Funktionsweise. Vielmehr spielen ergonomische und &auml;sthetische Kriterien im medizintechnischen Umfeld eine wichtige Rolle. &Auml;sthetik, Haptik und Ergonomie m&uuml;ssen im Einklang mit dem Produkt stehen. „Wir stellen immer h&auml;ufiger fest, dass das Design eines Produktes f&uuml;r den Markterfolg ma&szlig;geblich ist&#8221;, betont Rados.</p>
<p>Design und Ergonomie spielen sogar bei den Einmalprodukten, den so genannten Disposables, eine Rolle. Farbig markierte Verschl&uuml;sse, leicht entnehmbare Katheter oder bunte Versorgungsschl&auml;uche geh&ouml;ren im diagnostischen und therapeutischen Bereich nicht mehr zu den ausgefallenen W&uuml;nschen an die &auml;u&szlig;ere Erscheinungsform. Im Gegenteil. Dank kosteng&uuml;nstiger Verfahren bei der Kunststoffverarbeitung und einer modernen 3D-Technik im Spritzguss lassen sich individuelle Designanforderungen schnell umsetzen. „Es sind &uuml;berwiegend kleinere Serien mit hohen Anspr&uuml;chen an Design und Funktion&#8221;, unterstreicht Philipp Tholen, Leiter der Medical Division von Gem&uuml;. Das Schweizer Unternehmen sieht die Zukunft vor allem in einer weiteren St&auml;rkung des One-Stop-Angebots und zwar nicht nur f&uuml;r Spritzguss und die Bauteilmontage, sondern auch f&uuml;r erg&auml;nzende Techniken wie Laserschwei&szlig;en. Auch aufw&auml;ndige Freiformfl&auml;chen lassen sich mit modularen und frei konfigurierbaren Maschinen inzwischen kosteng&uuml;nstig realisieren.</p>
<p>Die Anstrengungen der Maschinenbauer kommen diesem Trend entgegen. F&uuml;r eine qualitativ hochwertige Serienfertigung sind leistungsf&auml;hige Spritzgie&szlig;maschinen gefragt, die Leistung, Pr&auml;zision und Zuverl&auml;ssigkeit zusammenbringen, ohne die Betriebskosten durch einen hohen Energieverbrauch zu belasten. Dieses Ziel hat sich der Maschinenhersteller Arburg auf die Fahnen geschrieben. F&uuml;r die aktuelle Hidrive-Maschinenbaureihe beispielsweise stehen jetzt drei Spritzeinheiten mit unterschiedlichen Schneckendurchmessern sowie alternativen Schneckengeometrien bis hin zu Hochleistungs- und Mischvarianten zur Verf&uuml;gung. Nach Herstellerangaben profitieren die hybriden Hidrive-Maschinen besonders vom modularen Arburg-Baukastensystem: Sie kombinieren die servoelektrische Schlie&szlig;einheit der Allrounder-A-Familie und die hydraulischen Spritzeinheit der Allrounder-S-Klasse mit Hydraulikspeichertechnik und servoelektrischem Dosieren zu einer leistungsstarken und zykluszeitoptimierenden Maschinenbaureihe. Welche Produktionsleistung in modernen Spirtzgussanlagen steckt l&auml;sst sich an den Laufqualit&auml;ten einer Maschine ablesen. Ein Werkzeug mit Vollhei&szlig;kanal bringt es auf eine Zykluszeit von sechs Sekunden pro Spritzenk&ouml;rper. Im Fall der Hybrid-Maschinen sind es vor allem die schnellen Werkzeugbewegungen der servoelektrischen Kniehebel-Schlie&szlig;einheit sowie die gleichzeitigen Fahrbewegungen durch voneinander unabh&auml;ngige Bewegungsachsen, die den Verarbeitungsprozess auf Touren bringen. Einen wichtigen Anteil f&uuml;r einen reibungslosen und schnellen Produktionsablauf hat auch die Maschinensteuerung. Die Kommandozentrale der Anlagen dirigiert nicht nur die Maschinenbewegungen, sondern auch die per Schnittstelle angeschlossenen Peripherieeinheiten. So kann zum Beispiel ein Robot-System seine Handhabungsaufgabe zeitgleich zu Auswerfer- oder Kernzugbewegung durchf&uuml;hren.</p>
<p>Ein Blick in die Zukunft: Neue Impulse kommen aus der Werkstoffentwicklung, die Komponenten- und Ger&auml;tehersteller zu neuen Produktkonzepten anregt, sei es im Bereich der Hochleistungspolymere oder bei Newcomern wie Polyetherertherketon, Nylon und dem weiten Feld der Compounds. Seitens der Produktionstechnik zeichnet sich ein klarer Trend in Richtung prozessumfassendes Monitoring mit schnellem Werkzeugwechsel und hoher Wiederholgenauigkeit ab.<br />
<em>Andreas Beuthner</em></p>
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		<title>Keine Angst vor Kunststoffen</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 12:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkstoffe]]></category>

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		<description><![CDATA[<img  src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/bei-bedarf-cfk-a-3045_01-150x133.jpg" alt="Illustration" style="float: left;" />Ausget&#252;ftelte Kunst- und Verbundwerkstoffe er&#246;ffnen der Medizintechnik immer speziellere Anwendungsfelder. Damit landen jedoch auch neue Herausforderungen auf den Schreibtischen der Werkzeug- und Formenbauer.  Wie bew&#228;ltigt man sie am besten?

Neben konventionellen Werkstoffen wie Metall, Glas oder Keramik werden mit steigender Tendenz Kunststoffe in dieser wachstumsintensiven Branche eingesetzt. F&#252;r sie er&#246;ffnen sich hier kontinuierliche neue Einsatzm&#246;glichkeiten. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausget&uuml;ftelte Kunst- und Verbundwerkstoffe er&ouml;ffnen der Medizintechnik immer speziellere Anwendungsfelder. Damit landen jedoch auch neue Herausforderungen auf den Schreibtischen der Werkzeug- und Formenbauer.  Wie bew&auml;ltigt man sie am besten?<span id="more-1692"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1694" title="3375_granulat_solo_03d" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/3375_granulat_solo_03d.jpg" alt="" width="470" height="271" /></p>
<p>Neben konventionellen Werkstoffen wie Metall, Glas oder Keramik werden mit steigender Tendenz Kunststoffe in dieser wachstumsintensiven Branche eingesetzt. F&uuml;r sie er&ouml;ffnen sich hier kontinuierliche neue Einsatzm&ouml;glichkeiten. Das liegt an ihren spezifischen Eigenschaften, ihren flexiblen Gestaltungsm&ouml;glichkeiten und nicht zuletzt an der kosteng&uuml;nstigen und einfachen Verarbeitung. Mittlerweile haben sich Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polystyrol (PS) und Polyvinylchlorid (PVC) hier zu echten Standardmaterialien entwickelt. Etwa 80 Prozent des gesamten Verbrauchs entf&auml;llt auf diese Sortierungen. Bei den restlichen 20 Prozent handelt es sich um technische Kunststoffe wie Polycarbonat (PC), Polyamid (PA), Polyurethan (PUR), Polyester (PET) oder auch Copolymere. Das sind aus zwei oder mehr unterschiedlichen Monomeren aufgebaute Polymere wie beispielsweise Acryl-Butadien-Styrol (ABS). Die Beliebtheit von Kunststoff in der Fertigung liegt sicher auch in dem guten Support begr&uuml;ndet, die Hersteller von den Gro&szlig;en unter den Rohstofflieferenten wie der BASF bekommen.</p>
<p><strong>Spezialrezeptur f&uuml;r Medizintechnik</strong></p>
<p>Die b&uuml;ndelt beispielsweise unter dem Markennamen PlasticsPlus™ auch ein eigenes Portfolio an Spezialkunststoffen f&uuml;r die Medizintechnik. Mit im Paket sind die Garantie f&uuml;r langfristige Rezepturstabilit&auml;t, Produktreinheit und die Ergebnisse aus verschiedenen Basisuntersuchungen zur Chemikalienvertr&auml;glichkeit. „Weil unsere Kunden das Servicepaket positiv aufgenommen haben, wurde dieses Angebot jetzt auch auf unser neu entwickeltes Luran HD ausgeweitet“, erkl&auml;rt Business Manager Thomas Wiles. Diese Rezeptur, das erste Styrol-Acrylnitril-Copolymer (SAN) der BASF f&uuml;r die Medizintechnik, kombiniert Transparenz mit Chemikalienresistenz und ist widerstandsf&auml;hig gegen Temperaturschwankungen. Damit erg&auml;nzt es bereits existierende Produkte wie Terluran HD, das ein besonders g&uuml;nstiges Verh&auml;ltnis von Z&auml;higkeit und Steifigkeit bietet und Ultraform PRO, das als technischer Kunststoff mechanisch besonders belastbar ist und gute Gleitreibeeigenschaften hat. Typische Anwendungen sind zum Beispiel spritzgegossene Geh&auml;use f&uuml;r Inhalationsger&auml;te. Im Gesch&auml;ftsbereich Plastic Systems der Gerresheimer AG, D&uuml;sseldorf, der alle Aktivit&auml;ten auf dem Kunststoff-Sektor einschlie&szlig;lich der im Januar 2007 erworbenen Wilden-Gruppe zusammenfasst, werden solche Inhalatoren aller Kategorien bis hin zu Trockenpulver-Inhalatoren in gro&szlig;er St&uuml;ckzahl aus Kunststoff herstellt. Fragt man nach den Besonderheiten bei der Verarbeitung, sagt Gerhard Luber, Director Corporate Mold Making der Gerresheimer Wilden Werkzeug- und Automatisierungstechnik GmbH, Wackersdorf dazu: „Die Spritzguss-Werkzeuge m&uuml;ssen generell reinraumtauglich sein. Sie sollten so ausgef&uuml;hrt sein, dass Verunreinigungen w&auml;hrend des Spritzprozesses vermieden werden.“ Zudem sollte man grunds&auml;tzlich von Kaltkanal- und Tunnel-Anguss absehen, da hier eine Partikelbildung beim Abriss und bei der Entformung des Angusses entstehen kann. Zudem h&auml;lt Gerhard Luber „Nadelverschlussd&uuml;sen f&uuml;r die bessere L&ouml;sung, da hier keine Gefahr der Fadenbildung entsteht.“</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1696" title="anlauf-respimat-anlage" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/anlauf-respimat-anlage.jpg" alt="" width="470" height="115" /></p>
<p>„Bei pneumatischen Systemen ist zu beachten, dass die entweichende Druckluft kontrolliert aus dem Prozessraum entweicht.“ Gute Formteilentl&uuml;ftung in den Kavit&auml;ten schlie&szlig;t Ablagerungen aus, die sich im ung&uuml;nstigsten Fall in Form von Partikeln l&ouml;sen. In einzelnen F&auml;llen ist eine Werkzeugabdichtung mit Vakuumabsaugung n&ouml;tig. Der Experte f&uuml;r den Formenbau empfiehlt, „die Verwendung von Schmiermittel grunds&auml;tzlich zu vermeiden. Falls das dennoch unumg&auml;nglich ist, sollten nur geringste Mengen speziell f&uuml;r Reinraumanwendung geeigneter Schmierstoffen verwendet werden. Aber keinesfalls bei den Auswerfern, da dies zu Verunreinigungen auf den Teilen f&uuml;hrt.“ Bei Gerresheimer Wilden kommen bevorzugt Werkzeuge mit gleitunterst&uuml;tzender Beschichtung, wie zum Beispiel DLC- oder WCC- Beschichtung, zum Einsatz. Zudem wird auf die saubere Teile-Entformung, zum Beispiel durch ausreichende und geschmirgelte Entformungsschr&auml;gen, geachtet. So wird Abrieb vermieden. Dr. Dirk Binkowski,  bei BASF f&uuml;r technische Kunststoffe in der Medizintechnik zust&auml;ndig, kommt zu einer ganz &auml;hnlichen Einsch&auml;tzung: „Werkzeuge f&uuml;r die Kunststoffverabeitung in der Medizintechnik unterscheiden sich technisch kaum von ‚herk&ouml;mmlichen’ Spritzgie&szlig;werkzeugen, jedoch werden sie oft im Reinraum betrieben: Die Anlage sollte in den Reinraum sowenig Staub, Schmutz und W&auml;rme wie m&ouml;glich emittieren.“</p>
<p>Da der Fertigungsprozess mit s&auml;mtlichen Produktions- und Maschinenparametern auf das fertige Produkt Einfluss nimmt, „muss eine reproduzierbare Prozessf&uuml;hrung gew&auml;hrleistet sein.“ Das schlie&szlig;t zum Beispiel auch die produktgerechte Gestaltung der Flie&szlig;kan&auml;le und des Werkzeugs mit einer eventuell erforderlichen Temperierung mit ein. Und er fordert:  „Es sollten hochwertige Materialen f&uuml;r Anlagen und Werkzeuge verwendet werden, so dass auch sie m&ouml;glichst geringe Emissionen aufweisen und vor allem leicht gereinigt werden k&ouml;nnen. Das betrifft auch Betriebsmittel, wie zum Beispiel &Ouml;le und Fette, die bei der Produktion von Medizintechnik auch &uuml;ber eine entsprechende Zulassungen verf&uuml;gen m&uuml;ssen.“</p>
<p>Mit einem &auml;hnlich komplexen Werkstoff ist die SGL Group in der Medizintechnik vertreten. Der weltweit f&uuml;hrende Hersteller von Produkten aus Carbon, Graphit und Faserverbundmaterialien bringt ihn unter dem Produktnamen SIGRAFIL CFK &uuml;berall dort zum Einsatz, wo es auf hohe Stabilit&auml;t und Bruchsicherheit bei gleichzeitig niedrigem Gewicht ankommt. SIGRAFIL-CFK-Bauteile, die mit speziellen St&uuml;tzsch&auml;umen im Sandwichaufbau hergestellt werden, erlauben freitragende Konstruktionen mit minimaler Durchbiegung. Der Werkstoff weist zudem eine ausgezeichnete Transparenz f&uuml;r R&ouml;ntgenstrahlen auf. Der Mediziner erh&auml;lt dadurch hochaufl&ouml;sende R&ouml;ntgenbilder bei minimaler Strahlenbelastung f&uuml;r den Patienten. Die Produktpalette der Medizintechnik umfasst zum Beispiel Patientenlagerungsplatten f&uuml;r R&ouml;ntgenuntersuchungen, f&uuml;r die Computertomographie und Operationss&auml;le, das Zubeh&ouml;r f&uuml;r R&ouml;ntgen- und CT-Untersuchungen, sowie Kassetten f&uuml;r R&ouml;ntgenfilme, Mammographieplatten, Kopfschalen und andere Halter. Die R&ouml;ntgentische werden als Sandwichbauteil mit einem formgebenden Schaumteil und einer Decklage aus Kohlefaserverbundwerkstoff gefertigt. So lassen sich Prototypen und Kleinserien wirtschaftlich im Autoklavverfahren herstellen.</p>
<div id="attachment_1695" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-1695" title="bei-bedarf-cfk-a-3045_01" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/bei-bedarf-cfk-a-3045_01.jpg" alt="Bauteile aus carbonfaserverst&auml;rktem Kunststoff (CFK), wie diese Patientenlagerungsplatte, k&ouml;nnen in Kleinserie wirtschaftlich im Autoklavverfahren hergestellt werden. " width="200" height="133" /><p class="wp-caption-text">Bauteile aus carbonfaserverst&auml;rktem Kunststoff (CFK), wie diese Patientenlagerungsplatte, k&ouml;nnen in Kleinserie wirtschaftlich im Autoklavverfahren hergestellt werden. </p></div>
<p>Gro&szlig;serien werden mit Aluformen und in einer Presse unter Druck- und Temperatur-Aufschlag in einem Schritt produziert. Die Konturendbearbeitung erfolgt auf herk&ouml;mmlichen Fr&auml;smaschinen mit hochharten Werkzeugen, um die aus Wirtschaftlichkeitsgr&uuml;nden geforderten, hohen Standzeiten zu erreichen. Damit erweist sich dieses Material als f&uuml;r die Medizintechnik &uuml;beraus interessanter Werkstoff. An weiteren Anwendungen wird bereits gearbeitet.</p>
<p>Robert Wouters</p>
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