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Deutsche Medizintechnik mit Export-Schrammen
09.03.2010
Für die deutschen Produzenten von Medizintechnik war 2009 ein durchwachsenes Jahr. Die Branche muss laut dem Fachverband Spectaris mit einem Umsatzminus von 3% rechnen. Besonders die Exporte, die in den vergangenen Jahren das Wachstum trugen, ließen wegen der weltweiten Krise deutlich nach.
Die Ausfuhren gingen zwischen Januar und Oktober 2009 im Vergleich zur Vorjahresperiode in fast allen bedeutenden Absatzregionen zurück. Gute Bedingungen boten dagegen Asien sowie der Nahe und Mittlere Osten.
Für viele Medizintechnikanbieter liefen die Auslandsgeschäfte in den ersten zehn Monaten 2009 schlechter als 2008. Verantwortlich dafür sind laut Branchenexperten vor allem Finanzierungsschwierigkeiten; große Investitionen wurden oft auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. “Auch der starke Euro wirkt sich nachteilig auf die Geschäfte aus”, sagt Virginie Soulard, Export Manager bei Zimmer MedizinSysteme.
In den EU-Staaten, mit rund 43% Exportanteil die wichtigste Abnehmerregion, fiel der Rückgang der Branchenexporte zwischen Januar und Oktober 2009 mit -2,1% noch moderat aus. Dagegen schrumpften die deutschen Ausfuhren in das restliche Europa um 20,3%. Dort sind nach aktuellen Recherchen von Germany Trade & Invest (gtai) vor allem die Lieferungen nach Russland um knapp 36% auf 337,6 Mio. Euro eingebrochen, da viele Projekte momentan nicht realisiert werden können.
In den USA, in die mit rund 2,19 Mrd. Euro fast ein Fünftel der Branchenexporte gehen, mussten die deutschen Anbieter von medizintechnischen Geräten Einbußen in Höhe von rund 4% hinnehmen.
Erfolgreich waren die deutschen Branchenfirmen dagegen vor allem auf den asiatischen Märkten, die sich relativ schnell von der Krise erholten. Besonders die Bestellungen aus den beiden größten Medizintechnikabnehmern der Region – China (+9,9% auf 497,8 Mio. Euro) und Japan (+10,8% auf 452,0 Mio. Euro) – legten deutlich zu und stützten das gute Abschneiden der asiatischen Region (insgesamt +6,0%). Entgegen dem Trend ist auch in Australien die Nachfrage nach deutschen Branchenerzeugnissen deutlich gestiegen, um 13,2% auf 148,8 Mio. Euro.
“In der Strategie der Medizintechnikunternehmen gewinnen Schwellenländer zunehmend an Bedeutung. Dort besteht ein riesiger Nachholbedarf bei der Versorgung mit Gesundheitsleistungen, gleichzeitig steigt die Nachfrage. Viele Staaten müssen daher in ihre Gesundheitssysteme investieren. Aber auch die Anzahl privater Krankenhäuser nimmt zu, da sich mehr Menschen eine bessere medizinische Versorgung leisten können und auch in Anspruch nehmen”, berichtet gtai-Branchenreferentin Jessica Pirntke.
Philips ermöglicht nichtinvasive Behandlung von Uterusmyomen
05.03.2010
Im Rahmen des Europäischen Radiologenkongresses in Wien gab Philips heute die Verfügbarkeit eines neuen Systems für die Myom-Therapie bekannt. Das Sonalleve MR-HIFU ist eine nichtinvasive Alternative zu den herkömmlichen operativen Methoden zur Entfernung von Uterusmyomen bei Frauen. Es kombiniert MRT-Bildgebung mit hoch intensiver fokussierter Ultraschalltherapie (HIFU).
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Orthopaedic Implant Alliance: Haas und Rösler arbeiten im Team
04.03.2010
Der Schleifmaschinenhersteller Haas (Trossingen) und die Rösler Oberflächentechnik GmbH aus dem fränkischen Untermerzbach bündeln seit kurzem ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Implantatherstellung.
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Marktvolumen für Telemedizin beschleunigt mit hohem Tempo
03.03.2010
Bis 2012 wird sich nach Schätzung des Fachverbandes ZVEI das Marktvolumen telemedizinischer Anwendungen in Deutschland auf rund 1,4 Mrd. Euro nahezu verdreifachen.
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Carl Zeiss Meditec will Augenchirurgie-Umsatz verdoppeln
03.03.2010
Der scheidende Vorstandsvorsitzende von Carl Zeiss Meditec, Michael Kaschke, hat seinem Nachfolger hohe Ziele gesteckt. In dem noch jungen Geschäftsbereich Augenchirurgie will der Konzern in drei bis fünf Jahren den Anteil am Gesamtumsatz auf 25% verdoppeln, sagte Kaschke in einem Interview mit der Financial Times Deutschland.
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Siemens-Hörgerätesparte hat 2009 weniger umgesetzt
01.03.2010
Die Hörgerätesparte der Siemens AG hat einer Meldung der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires zufolge im Jahr 2009 eine geringere Marge erzielt und weniger umgesetzt als im Vorjahr. Aus diesem Grund hätten Beteiligungsgesellschaften weniger für die Sparte geboten als von dem Münchener DAX-Konzern erwartet.
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Sanmina-SCI Standort in Ungarn nach ISO 13485 für Medizintechnik zertifiziert
25.02.2010
Der Medizintechnik-Hersteller Sanmina-SCI investiert in den Medizintechnikmarkt und hat seine Fertigungsstätte in Tatabanya, Ungarn, für die Produktion von medizinischen Geräten zertifiziert. Damit verfügt Sanmina-SCI über einen weiteren Standort in Europa, der alle Anforderungen für die Auftragsfertigung von Medizintechnikgeräten nach ISO 13485 Medical Device Standard Certification erfüllt.
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Nutzenbewertung: Medizintechnik nicht mit Arzneimitteln über einen Kamm scheren
22.02.2010
Der Nutzen von Innovationen der Medizintechnologie muss künftig stärker nachgewiesen werden. Die Unterschiedlichkeit der Medizinprodukte erfordert dabei unterschiedliche Evaluationsmethoden zum Nutzennachweis. Verfahren für Nutzenbewertungen in der Arzneimittelindustrie können daher nicht 1:1 auf den Bereich der Medizintechnologien übertragen werden.
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Drägerwerk rechnet in der Medizintechnik mit Wachstum
18.02.2010
Der von der Wirtschaftskrise gebeutelte Anbieter von Medizin- und Sicherheitstechnik Drägerwerk zeigt sich zuversichtlich, das Schlimmste überstanden zu haben.”Wir sind für 2010 vorsichtig optimistisch. Während sich weltweit der Markt für Sicherheitstechnik auf dem Vorjahresniveau zu stabilisieren scheint, rechnen wir in der Medizintechnik mit einem Wachstum”, sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Dräger dem “Handelsblatt” .
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Textilforschung fordert Mediziner zu mehr Kooperation auf
16.02.2010
Medizintextilien sind bei der Behandlung im Krankenhaus, in Rehabilitation und Fürsorge massiv im Kommen. In der Biomedizintechnik entstehen in interdisziplinärer Zusammenarbeit immer mehr Biomaterialien und Medizinprodukte auf Polymerbasis, z. B. für Implantate. Beredtes Beispiel dafür sind Stents zur Gefäßerweiterung oder kettengewirkte Gefäßschläuche aus Polyester, mit denen Chirurgen kranke Blutgefäße ersetzen. Ebenso werden „Smart Textiles“ in naher Zukunft als „intelligente“ Kleidungsstücke dienen und mit integrierter Sensorik den Gesundheitszustand ihrer Träger überwachen.
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