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	<title>meditec International - Das Fachmagazin für die Medizintechnik &#187; Montage</title>
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	<description>Technik und Branchenmagazin für die Entscheider und Führungskräfte der Medizintechnik-Industrie</description>
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		<title>Pumpenmontage automatisiert</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 13:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Montage]]></category>

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		<description><![CDATA[<img  src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/anlauf-bild-81.jpg" alt="Illustration" style="float: left;" />Die steigende Nachfrage nach Dialysemaschinen und Ersatzteilen veranlasst Hersteller dazu, ihre Fertigungsressourcen einer genaueren Begutachtung zu unterziehen. Mit mehr Automatisierungstechnik, so lautet in vielen F&#228;llen das Ergebnis, lassen sich die Kapazit&#228;ten besser dem Auftragsdruck und dem Wettbewerb anpassen.
Die Planer im Bereich Spanende Fertigung von Fresenius Medical Care in Schweinfurt, rechnen bei Dialysemaschinen und Ersatzteilen weiterhin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die steigende Nachfrage nach Dialysemaschinen und Ersatzteilen veranlasst Hersteller dazu, ihre Fertigungsressourcen einer genaueren Begutachtung zu unterziehen. Mit mehr Automatisierungstechnik, so lautet in vielen F&auml;llen das Ergebnis, lassen sich die Kapazit&auml;ten besser dem Auftragsdruck und dem Wettbewerb anpassen.<span id="more-1716"></span></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1719" title="fmb-fresenius-bild-6b" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/fmb-fresenius-bild-6b.jpg" alt="" width="250" height="167" />Die Planer im Bereich Spanende Fertigung von Fresenius Medical Care in Schweinfurt, rechnen bei Dialysemaschinen und Ersatzteilen weiterhin mit einer steigenden Nachfrage. Engp&auml;sse in der Fertigung wichtiger Bauteile wie der Zahnradpumpe sollten dabei nicht entstehen. W&auml;hrend 2005 noch rund 65 000 Pumpen vom Band liefen, ist der Bedarf im Jahr 2008 bereits auf 99 000 gestiegen. F&uuml;r die Produktionsplaner ein klarer Hinweis darauf, dass die Kapazit&auml;ts-Auslegung eines neuen Montagesystems gr&ouml;&szlig;ere Mengen an Zahnradpumpen bew&auml;ltigen muss.</p>
<p>Der Schritt zu einer weitgehenden Automatisierung der Pumpenfertigung lag nahe, wie sich Ralf Cimander, Leiter der mechanischen Fertigung in Schweinfurt, erinnert: „In der Teile- und Komponentenfertigung k&ouml;nnen wir die Nachfragesteigerungen gut handhaben. Unsere CNC-Maschinen sind weitestgehend automatisiert und f&uuml;r den mannarmen mehrschichtigen Betrieb geeignet.“ Ganz anders sah es bei der Pumpenmontage aus. „Die Ressourcen waren an ihrer Kapazit&auml;tsgrenze angelangt“, bringt Cimander das Dilemma auf den Punkt. Also wurde eine Automationsl&ouml;sung f&uuml;r die Pumpenmontage ausgeschrieben. Den Zuschlag bekam die Faulbacher FMB Maschinenbaugesellschaft, die sich bei Fresenius Medical Care bereits mit ihren Stangenlademagazinen und dem Automationsbaukasten Unirobot einige Lorbeeren verdient hatte.</p>
<p>Die qualitativen Anforderungen an jedes einzelne Bauteil einer Dialysemaschine sind hinsichtlich der Fertigungs- und Montagetoleranzen sehr hoch. Bei den Zahnradpumpen, die zusammen mit der so genannten Bilanzkammer das Herzst&uuml;ck jeder Dialyseanlage ausmachen, ist eine hundertprozentige Funktions- und Ausfallsicherheit unumg&auml;nglich. Ebenso m&uuml;ssen sich die Pumpen einfach und r&uuml;ckstandslos reinigen lassen und dabei allen Desinfektionsmitteln widerstehen.</p>
<p>Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, betrifft die Grenzen auch sorgf&auml;ltig geplanter Automatisierungskonzepte. Da die Anlage mit einem Nutzungsgrad von 95 Prozent arbeiten und vor allem nachts in den mannlosen Schichten prozesssicher funktionieren soll, standen die Entwickler der Montagezelle vor einer gro&szlig;en Herausforderung. Erfahrene Mitarbeiter erkennen bei manueller Montage auf einen Blick, ob Bauteile fehlerbehaftet sind. „Eine programmgesteuerte automatisierte Montage verf&uuml;gt nicht &uuml;ber die dem Menschen eigene Sensibilit&auml;t“, unterstreicht Heribert Gertung, Vertriebsmitarbeiter von FMB. Die einzelnen Bauteile der Pumpe m&uuml;ssen folglich automationsgerecht sein oder exakt der Spezifikation entsprechen. Auch ist jedem Projektplaner klar, dass Roboter alleine noch keine Automatisierungsl&ouml;sung sind. „Entscheidend f&uuml;r die einwandfreie Funktion ist das Zusammenspiel der mechanischen und softwaretechnischen Schnittstellen. Hier verf&uuml;gen wir zum Gl&uuml;ck &uuml;ber ein umfassendes Know-how“, so Gertung.</p>
<div id="attachment_1718" class="wp-caption aligncenter" style="width: 401px"><img class="size-full wp-image-1718" title="anlauf-bild-8" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/anlauf-bild-8.jpg" alt="" width="391" height="260" /><p class="wp-caption-text">Kurzer Prozess: Bei optimalem Nutzungsgrad betr&auml;gt die St&uuml;ckzeit pro Pumpe 1,75 Minuten. Die Beladung des Materialpuffers geschieht nach wie vor manuell und dauert etwa 30 Minuten. </p></div>
<p>Nach einer Realisierungsdauer von einem dreiviertel Jahr und einer einw&ouml;chigen Vor-Ort-Montage mit Programmierung (Teach-In) fand der Roll-out der Anlage statt. Die von FMB gesamtverantwortlich realisierte Pumpenmontagezelle besteht aus zwei Knickarmrobotern mit Tragkr&auml;ften von drei und sechs Kilogramm. Dazu kommen vier Montagestationen, sechs R&uuml;ttelt&ouml;pfe beziehungsweise Rundvibratoren mit linearen Abf&uuml;hrungen f&uuml;r die Vereinzelung der Bauteile wie O-Ringe, Stifte und Schrauben sowie Zuf&uuml;hrschienen f&uuml;r Grund- und Deckplatten der Geh&auml;use, Magnet und Zwischenwand. Jeder Roboter erh&auml;lt seine Anweisungen von einer eigenen Steuerung. Grunds&auml;tzlich werden stets vier Pumpen parallel montiert. Das hei&szlig;t, nach dem zun&auml;chst in allen vier Stationen die Geh&auml;usegrundplatte eingelegt wurde, wird das n&auml;chste Bauteil entweder aus den Zuf&uuml;hrbahnen oder aus den Abf&uuml;hrungen der Rundvibratoren entnommen. Je nach Bauteil wird dazu einer der sechs Wechselgreifer automatisch gewechselt. Dem Montageprozess werden 15 verschiedene Einzelteile zugef&uuml;hrt. Hinzu kommen sieben weitere Teile, die schon im Vorfeld manuell montiert wurden. Besonders sensibel sind zwei Montagschritte: Zum einen m&uuml;ssen je Pumpe zwei Passstifte mit einer Genauigkeit von einem 100stel Millimeter eingesetzt werden. Zum anderen ist ein O-Ring zu montieren.</p>
<p><strong>Pumpenpr&uuml;fung noch in der Zelle</strong></p>
<p>Der Passstift hat einen Durchmesser von f&uuml;nf Millimetern und eine Toleranz von g6 oder -4 bis -12 Mikrometer (µm), die Bohrung hat die Toleranz H8, beziehungsweise ein zul&auml;ssiges Aufma&szlig; bis 24 µm. Das hei&szlig;t f&uuml;r den 6 kg schweren Roboter, er muss die Passstifte mit einer Toleranz von minus zwei bis drei Hundertsteln Millimeter einsetzen. Bei den O-Ringen bestehen Schwankungen weniger in den Abmessungen vielmehr in ihrer Oberfl&auml;chenrauheit und Konsistenz. Die Techniker von Faulbacher FMB haben ein ausgekl&uuml;geltes Steuerungsprogramm geschrieben, mit dem die Roboter zum Beispiel nicht korrekt gegriffene oder gesetzte Dicht- und <img class="alignleft size-full wp-image-1717" title="zwischenablage014" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/zwischenablage014.jpg" alt="" width="225" height="294" />als Passelemente erkennen. Ein fehlerhaftes, als N.i.O-Pumpe erkanntes Teil wird dann nicht mehr weiter veredelt, sondern an eine integrierte Ausschleus-Station &uuml;bergeben. Grunds&auml;tzlich wird jede Pumpe bereits innerhalb der Montagezelle auf Dichtheit und einwandfreie Funktionen gepr&uuml;ft.</p>
<p>Die Materialpuffer der Zelle sind so dimensioniert, dass sich ohne Nachf&uuml;llung Einzelteile f&uuml;r bis zu 250 Pumpen im Roboterzugriff befinden. Bei optimalem Nutzungsgrad betr&auml;gt die St&uuml;ckzeit pro Pumpe 1,75 Minuten. Die Beladung des Materialpuffers geschieht nach wie vor manuell und dauert etwa 30 Minuten.</p>
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