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	<title>meditec International - Das Fachmagazin für die Medizintechnik &#187; Automatisierung</title>
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	<description>Technik und Branchenmagazin für die Entscheider und Führungskräfte der Medizintechnik-Industrie</description>
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		<title>Das Reibrad macht das Rennen</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 14:28:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Automatisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[<img  src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/inhalatoren-150x150.jpg" alt="Illustration" style="float: left;" />Die Flexibilit&#228;t mehrachsiger Manipulatoren spielt in der Laborautomatisierung eine entscheidende Rolle. Dass es dabei auch auf geringe Ger&#228;uschemissionen ankommt, zeigt ein multiples Achssystem mit integrierter Steuerung. Die Antriebe des Handhabungssystems beruhen auf einem Reibrad statt Kugelspindel oder Treibriemen.
Klare Worte aus der Entwicklungsabteilung: „Im Vergleich zu einem Riemenantrieb gibt es beim Reibradantrieb keine Probleme mit Riemendehnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Flexibilit&auml;t mehrachsiger Manipulatoren spielt in der Laborautomatisierung eine entscheidende Rolle. Dass es dabei auch auf geringe Ger&auml;uschemissionen ankommt, zeigt ein multiples Achssystem mit integrierter Steuerung. Die Antriebe des Handhabungssystems beruhen auf einem Reibrad statt Kugelspindel oder Treibriemen.<span id="more-1728"></span></p>
<div id="attachment_1729" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-1729 " title="aufmacher-arrayprep" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/aufmacher-arrayprep.jpg" alt="ArrayPrep: Das System ist besonders auf Pipettiervorg&auml;nge in der Medizin- und Pharmaindustrie „trainiert“." width="250" height="185" /><p class="wp-caption-text">ArrayPrep: Das System ist besonders auf Pipettiervorg&auml;nge in der Medizin- und Pharmaindustrie „trainiert“.</p></div>
<p>Klare Worte aus der Entwicklungsabteilung: „Im Vergleich zu einem Riemenantrieb gibt es beim Reibradantrieb keine Probleme mit Riemendehnung oder Kraftrippeln, und im Gegensatz zu einem Kugelspindelantrieb ist er deutlich leiser und kosteng&uuml;nstiger.“ Das sagen die Handhabungsexperten von Schunk &uuml;ber die Vorz&uuml;ge des Antriebskonzeptes der aktuellen Baureihe Uniplace mit multiplem Achssystem und integrierter Steuerung. Der Automatisierungsspezialist hat damit den Einsatz im Labor und in der Medizintechnik im Auge, da es in diesem Umfeld im besonderen Ma&szlig;e auf kompakte, pr&auml;zise und ger&auml;uscharme Handhabungstechnik ankommt.</p>
<p>Moderne Handhabungssysteme sind meist Teil einer Optimierungsstrategie im Anwenderunternehmen. Das schl&auml;gt sich in erster Linie im variablen Systemaufbau nieder. Modulare Antriebsarchitekturen und multiple Achssysteme mit integrierter Steuerung sind Beispiele daf&uuml;r, wie sich Automatisierungsger&auml;te flexibler und damit auch produktiver gestalten lassen. Die dreiachsige Baureihe PP2300 und die zus&auml;tzlich mit einer Rotationsachse ausgestattete Baureihe PP2400 zielen sowohl auf Pipettieraufgaben wie auch die Gl&auml;serhandhabung und das Mischen von Reagenzien oder Montageaufgaben in der Feinmechanik.</p>
<p>Beim Blick auf die Eigenschaften der Handlingsysteme f&auml;llt auf, dass es nur wenige Unterschiede gibt. So kann das Handlingssystem PP2300 Massen bis f&uuml;nf Kilogramm bewegen, w&auml;hrend das mit einer vierten Rotationsachse ausgestattete Schwestermodul PP2400 lediglich 3,5 kg anheben kann. Die Grundfl&auml;che von 1260 x 754 mm und der Arbeitsraum von 1000 x 400 x 240 mm hingegen sind bei beiden Modellen gleich. Ebenso erreichen beide Varianten eine Maximalgeschwindigkeit von etwa einem Meter pro Sekunde bei einer maximalen Beschleunigung von 3 m/s². Mehr M&ouml;glichkeiten bietet naturgem&auml;&szlig; die zus&auml;tzliche Rotationsachse. Sie rotiert mit einem Drehwinkel bis zu +/-270° und l&auml;sst sich neben Pipettier- oder Pick and Place-Aufgaben auch zum Umf&uuml;llen von Fl&uuml;ssigkeiten einsetzen. Da diese vierte Achse eine Durchgangsbohrung mit einem Durchmesser von 25 Millimetern aufweist, k&ouml;nnen Techniker weitere Kabel oder Lichtleiter zu stirnseitig montierten Komponenten, wie beispielsweise einem Bildverarbeitungssystem, durchf&uuml;hren. Die Anschl&uuml;sse f&uuml;r eine Mediendurchf&uuml;hrung wie Druckluft oder Fl&uuml;ssigkeiten sind bereits vorhanden, so dass sich Komponenten wie Dispenser, Greifer oder Sauger ohne aufwendige Schlauchverlegung integrieren lassen.</p>
<div id="attachment_1731" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-1731" title="inhalatoren" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/inhalatoren.jpg" alt="Tatort Reinraum: Wie hier bei der Montage von Inhalatoren, d&uuml;rfen keine Partikelemissionen von den Anlagen ausgehen." width="250" height="189" /><p class="wp-caption-text">Tatort Reinraum: Wie hier bei der Montage von Inhalatoren, d&uuml;rfen keine Partikelemissionen von den Anlagen ausgehen.</p></div>
<p>Die Ingenieure haben bei der Konzeption auf sehr niedrige Ger&auml;uschemissionen geachtet. Der Antrieb erfolgt &uuml;ber ein umkehrspielfreies und ger&auml;uscharmes Reibrad, ohne dass diese Entscheidung zu Lasten der Genauigkeit gegangen w&auml;re: Das integrierte, inkrementale lineare Wegmesssystem erm&ouml;glicht mit seiner Aufl&ouml;sung von acht Mikrometern eine Wiederholgenauigkeit von +/- 0,05 mm, wobei die Positioniergenauigkeit durch den Einsatz eines Mapping-Verfahrens sogar noch verbessert werden kann.</p>
<p>Fortschritte in der Elektronik erlauben das Verlegen der Steuerungsfunktionen in die Ger&auml;te. Dank der geringen Standfl&auml;che l&auml;sst sich das Handhabungssystem ohne weiteres auf dem Labortisch aufstellen. Das umst&auml;ndliche und zeitaufw&auml;ndige Inbetriebnehmen herk&ouml;mmlicher Ger&auml;te entf&auml;llt, so dass auch die betriebwirtschaftliche Gesamtrechnung g&uuml;nstig ausf&auml;llt: Nach Herstellerangaben ist das Investment in eine kompakte Komplettl&ouml;sung unter dem Strich deutlich kosteng&uuml;nstiger als ein aus separaten Komponenten aufgebautes System.</p>
<p>Die Steuerung ist in der Lage, entweder vier Achsen anzusteuern oder drei Achsen und eine Zusatzapplikation wie beispielsweise einen Greifer oder eine Dispenseranwendung. Sie verf&uuml;gt &uuml;ber acht digitale Ein- und 16 Ausg&auml;nge, das ist ausreichend, um eine F&uuml;lle von Aufgaben zu bew&auml;ltigen. Mit ihrer Hilfe lassen sich zum Beispiel Objekttr&auml;ger erfassen oder Lichtschranken in die Steuerung integrieren. Die Ein- und Ausg&auml;nge sind zudem f&uuml;r den Anschluss von Vision-Systemen geeignet. Damit ausger&uuml;stete Roboter sind in der Lage, das Vorhandensein oder die Lage von beliebigen Objekten zu erkennen.</p>
<div id="attachment_1730" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-1730" title="ap_picking-up-tips" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/ap_picking-up-tips.jpg" alt="In der Laborautomatisierung geh&ouml;rt die Handhabung von Titertabletts zu den Allround-Aufgaben." width="250" height="167" /><p class="wp-caption-text">In der Laborautomatisierung geh&ouml;rt die Handhabung von Titertabletts zu den Allround-Aufgaben.</p></div>
<p>Moderne Elektronik und Software-Unterst&uuml;tzung ebnen den Handhabungsger&auml;ten den Weg zu weiteren Einsatzszenarien. Bei kleineren oder &uuml;berschaubaren Automatisierungsaufgaben reicht oftmals der Einsatz des Uniplace als Stand-alone-System. &Uuml;ber die ingrierten Ethernet- und RS-232-Schnittstellen steht aber auch eine Verbindung zu anderen Handhabungssystemen zur Verf&uuml;gung. Der Ethernet-Anschluss &ouml;ffnet fremden Steuerungssystemen den Zugang oder dient als Programmierschnittstelle f&uuml;r einen externen Computer. Damit er&ouml;ffnen sich dem Anwender auch M&ouml;glichkeiten zur Fernbedienung und Fernwartung.</p>
<p>F&uuml;r den Zugriff stehen drei Zugangsarten f&uuml;r Bediener, f&uuml;r Wartungspersonal und f&uuml;r Administratoren zur Verf&uuml;gung. Die Programmierung der Steuerung erfolgt &uuml;ber ein Softwaretool auf der Basis von Visual Basic, das per Browser bedient wird. Der interne Datenspeicher des Uniplace nimmt die damit erstellten Programme auf. Das gibt etwa Systemintegratoren die M&ouml;glichkeit, ihren Kunden ganze Programmbibliotheken zur Verf&uuml;gung zu stellen, die vom Anwender nur noch aufgerufen werden m&uuml;ssen. Der Roboter ist auch per Teaching programmierbar. Die F&uuml;hrungsprofile des Uniplace sind durch Abdeckb&auml;nder vollst&auml;ndig nach der technischen Schutzart IP51 (Staubschutz und Schutz gegen Tropfwasser) verschlossen. Die Ger&auml;te sind auch im Reinraum einsetzbar.</p>
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		<title>Fliegender Wechsel mit Anabel</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 14:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Automatisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[<img  src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/pipettenhalter2-anabe_hdr-150x150.jpg" alt="Illustration" style="float: left;" />Immer weniger Labortechniker hantieren noch mit Reagenzglas und Pipette. Roboter &#252;bernehmen einen Gro&#223;teil der Arbeiten vom Wirkstoff-Screening bis zur systematischen Substanzanalyse. Die Umstellung manueller T&#228;tigkeiten auf automatische Abl&#228;ufe allerdings ist arbeitsintensiv und damit teuer. Ein einfacher Systemwechsel kommt deshalb wie gerufen.  
Der Einsatz von Automatisierungstechnik und Robotern in medizinischen Aufgabenfeldern nimmt zu, kennt aber auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer weniger Labortechniker hantieren noch mit Reagenzglas und Pipette. Roboter &uuml;bernehmen einen Gro&szlig;teil der Arbeiten vom Wirkstoff-Screening bis zur systematischen Substanzanalyse. Die Umstellung manueller T&auml;tigkeiten auf automatische Abl&auml;ufe allerdings ist arbeitsintensiv und damit teuer. Ein einfacher Systemwechsel kommt deshalb wie gerufen.  <span id="more-1722"></span></p>
<p>Der Einsatz von Automatisierungstechnik und Robotern in medizinischen Aufgabenfeldern nimmt zu, kennt aber auch zahlreiche Handicaps, die es zu bew&auml;ltigen gilt. Eine der H&uuml;rden ist die Programmierung der Automaten, die vor allem unge&uuml;bte Benutzer abschreckt. Lange Entwicklungszeiten sind keine Ausnahme. Schon in einem einfachen Pipettierroboter, der mit mehreren Mikrotiterplatten selbstst&auml;ndig umgehen muss, steckt viel Programmierarbeit, damit das Ger&auml;t jede Plattenpositionen exakt ansteuert.</p>
<div id="attachment_1724" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-1724" title="pipettenhalter2-anabe_hdr" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/pipettenhalter2-anabe_hdr.jpg" alt="Anabel kommt mit herk&ouml;mmlichen Werk­zeugen ebenso zu recht, wie mit g&auml;ngigen Verbrauchsmaterialien." width="200" height="150" /><p class="wp-caption-text">Anabel kommt mit herk&ouml;mmlichen Werk­zeugen ebenso zu recht, wie mit g&auml;ngigen Verbrauchsmaterialien.</p></div>
<p>In den Labors nimmt der Zeitdruck zum Testen oder Analysieren von Proben st&auml;ndig zu. Ein Grund mehr, manuelle Abl&auml;ufe auf die automatisierte Prozessierung von Laborarbeiten umzustellen. Dabei kommt es nicht nur auf den hohen Durchsatz von Analyseproben an. Automatisierungsl&ouml;sungen m&uuml;ssen auch einfach zu handhaben und flexibel einsetzbar sein. Den Weg dazu ebnet das Basissystem Anabel des Fraunhofer-Instituts f&uuml;r Biomedizinische Technik IBMT im saarl&auml;ndischen St. Ingbert. Die softwaregest&uuml;tzte Arbeitsplattform, die in der IBMT-Au&szlig;enstelle in Potsdam entwickelt wurde, ist so ausgelegt, dass sie verschiedene manuell ausgef&uuml;hrte Standardarbeitsabl&auml;ufe im Labor direkt in die Automatisierungsumgebung integriert.</p>
<p>Grundlage des Systems ist ein eingehauster 6-Achs-Knickarmroboter, der &uuml;ber eine von Fraunhofer-Experten entwickelte Schnittstelle auf Basis des g&auml;ngigen Internetprotokolls TCP/IP kommuniziert und so f&uuml;r beliebige Programmier-Hochsprachen zug&auml;nglich ist. Das bedeutet, dass Anwender dem Roboter mit einfachen Scriptsprachen oder jeder anderen Programmiersprache alles beibringen k&ouml;nnen, wozu sonst spezielle Roboter-Programmierungen n&ouml;tig sind. Ein besonderes Augenmerk legten die Entwickler auf die Verwendung von &uuml;blichen Arbeitsmitteln. Anabel kommt mit herk&ouml;mmlichen Werkzeugen ebenso zu recht, wie mit g&auml;ngigen Verbrauchsmaterialien. So k&ouml;nnen beispielsweise &uuml;ber einen pneumatischen Wechselflansch aus dem Maschinenbau verschiedene elektrische Pipetten vollautomatisch vom System gewechselt, angesteuert und zusammen mit Standardpipettenspitzen verwendet werden.</p>
<p>Der pneumatische Wechselflansch nimmt nahezu jedes Werkzeug aus dem Laborbetrieb auf. Zur Steuerung stehen 15 elektrische und sieben pneumatische Verbindungen zur Verf&uuml;gung. Diese Grundeigenschaft des Systems erm&ouml;glicht zum Einen den Wechsel von einer manuellen Entwicklung zur automatisierten Anwendung unter Beibehaltung der Arbeitsmaterialien und stellt zum Anderen genau deshalb den schnellsten und kosteng&uuml;nstigsten Weg dazu dar. Die Arbeitsatmosph&auml;re im Innenraum der Arbeitszelle l&auml;sst sich &uuml;ber ein Laborabzugssystem beeinflussen. Im Dach der Einhausung str&ouml;mt die Zuluft &uuml;ber ein Wechselfiltersystem in den Innenbereich und verteilt sich gleichm&auml;&szlig;ig &uuml;ber die gesamte Arbeitsfl&auml;che. Bis zu acht weitere Ger&auml;te oder Stationen k&ouml;nnen mit individuell geregeltem Unterdruck versorgt werden. Die Arbeitsfl&auml;che selbst besteht aus einem chemisch besonders widerstandsf&auml;higen Kunststoff und ist mit einem gleichm&auml;&szlig;igen Lochraster zur vereinfachten Probenpositionierung versehen. Die Kunststoffplatten vierteln die Arbeitsfl&auml;che und sind zum schnellen Wechsel experimenteller Aufbauten einzeln austauschbar. Unter der Arbeitsfl&auml;che befinden sich Edelstahlwannen mit Abfluss und Absaugung zur Aufnahme ungeplant ausgetretener Fl&uuml;ssigkeiten oder Substanzen.</p>
<div id="attachment_1723" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-1723" title="anlauf-anabel_pa167223_hdr" src="http://meditec.mi-verlag.de/wp-content/uploads/2009/10/anlauf-anabel_pa167223_hdr.jpg" alt="Ein eingehauster Sechsachs-Knickarmroboter ist das Herzst&uuml;ck der softwaregest&uuml;tzten  Arbeitsplattform. " width="250" height="188" /><p class="wp-caption-text">Ein eingehauster Sechsachs-Knickarmroboter ist das Herzst&uuml;ck der softwaregest&uuml;tzten Arbeitsplattform. </p></div>
<p>Auch daran haben die Anabel-Entwickler gedacht: Damit bei einer Neubeschickung der Arbeitszelle der Betrieb aufrechterhalten bleibt, dr&uuml;ckt der Labortechniker auf einen Knopf. Ein Teil der Arbeitsfl&auml;che f&auml;hrt dann als Schublade nach Au&szlig;en. Dabei wird die &Ouml;ffnung zur Sicherheit und zum Erhalt des Unterdrucks durch einen Schieber automatisch verschlossen. Der Roboter spult sein Arbeitspensum ungehindert weiter ab, w&auml;hrend neues Probenmaterial per Schubfach nachkommt. F&uuml;r die Ver- und Entsorgung gr&ouml;&szlig;erer Fl&uuml;ssigkeitsmengen, beispielsweise w&auml;hrend einer Bibliothekssynthese, stehen unterhalb der Arbeitsfl&auml;che zwei gro&szlig;e, mit Edelstahl ausgekleidete Schwerlastschubladen zur Verf&uuml;gung.</p>
<p>Die Arbeitszelle ist rundum mit Glasscheiben von der Umgebung abgeschirmt. Der Arbeitsautomat ist folglich f&uuml;r das Bedienpersonal gut sichtbar. Geht es um schwierigere Greif- und Handlingaufgaben, muss der Anwender nicht gleich in neue Ger&auml;te investieren. Anabel l&auml;sst sich ohne weiteres mit einer robotischen Dreifingergreifhand ausstatten. Kupplung und Schnittstelle sind bereits vorhanden. Ein taktiles Sensorsystem mit etwa 200 Sensorpunkten an jedem der sechs Fingerelemente &uuml;berwacht die eingesetzte Kraft und bietet so die M&ouml;glichkeit unterschiedlich schwere und dimensionierte Objekte sicher zu handhaben.</p>
<p>Als eine der ersten praktischen Anwendungen werden zurzeit kontinuierlich ablaufende Bibliothekssynthesen implementiert. Die hohe Flexibilt&auml;t des Gesamtsystems erm&ouml;glicht zusammen mit einer intelligenten Ablaufsteuerung der Synthesen die diskrete Behandlung jeder einzelnen Synthese. Das breite Einsatzspektrum von Anabel gegen&uuml;ber den Standardl&ouml;sungen mit begrenzter Funktionalit&auml;t freilich hat auch seine Grenzen. Den enormen Durchsatz von spezialisierten High-Throughput-Screening-Portalen erreicht die Laborarbeitsplattform aus St.Ingbert nicht. Die St&auml;rke liegt vielmehr darin, auch bei manipulationsintensiven Arbeiten eine hohe Zuverl&auml;ssigkeit und konstante Qualit&auml;t bei maximaler Flexibilit&auml;t zu erreichen.</p>
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