aap stösst Analytics-Bereich ab
Die aap Implantate AG, ein im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiertes Medizintechnikunternehmen, tätig in den Bereichen medizinischer Biomaterialien, Frakturheilung und Gelenkersatz, hat den bereits seit Anfang 2009 als Nichtkerngeschäft definierten Bereich Analytics, bestehend aus den niederländischen Tochtergesellschaften Bactimm und Farmalyse für einen kumulierten Enterprise Value von 3,3 Mio. EUR, an einen niederländischen Investor verkauft.Die Transaktion führe zu “erheblichen Entlastungen im monetären Bereich, bringt aber auch aus qualitativer Sicht entscheidende Vorteile für die aap-Gruppe”, schreibt das Unternehmen. Die Mitarbeiterzahl der aap-Gruppe reduziert sich um weitere 37 Beschäftigte und damit im Vergleich zum 31. Dezember 2008 um insgesamt 24 %. Auf Basis eines Analytics-Umsatzes von ca. 2,5 Mio. EUR erwartet aap durch den Verkauf der beiden Gesellschaften für das Geschäftsjahr 2010 auf Konzernebene einen Rückgang des EBITDA von ca. 0,3 Mio. EUR. Die Verbesserung der Cashposition um ca. 2,3 Mio. EUR bei gleichzeitiger Reduktion der finanziellen Verbindlichkeiten um ca. 1 Mio. EUR wird zur weiteren Optimierung des Schuldendeckungsgrades führen.
Nach der Übergabe des Dentalvertriebs an einen exklusiven Distributor, der Schließung des Standortes Düsseldorf und der Konzentration der F&E-Aktivitäten auf die drei Kerngeschäftsfelder wertet aap den Verkauf des Bereichs Analytics als “weiteren Meilenstein der strategischen Neuausrichtung auf die Bereiche Ortho, Trauma und Spine”. Die damit einhergehende weitere Reduktion der Standorte steigere die Agilität und Flexibilität von aap. Eine detaillierte Planung für das Geschäftsjahr 2010 wirll aap zusammen mit den vorläufigen Umsatzzahlen noch in diesem Januar bekannt geben.

